ResümeeNein, es gibt keine Beweise dafür, dass Snus Mundkrebs verursacht.
In keinem anderen Land der Welt ist der Anteil der Snuskonsumenten an der Bevölkerung so hoch wie in Schweden. Trotzdem gibt es in Schweden keine erhöhte Inzidenz von Mundkrebs oder krebsbedingter Sterblichkeit im Zusammenhang mit Snuskonsum. Dies geht aus einer großen Studie des Karolinska-Instituts über Snus und Mundkrebs hervor, die unten verlinkt ist. Diese Studie kommt sogar zu dem Schluss, dass der Konsum von 4 Dosen oder weniger Snus pro Woche das Risiko von Mundkrebs verringert. Rauchen hingegen erhöht das Risiko für verschiedene Krebsarten, einschließlich Mundkrebs, drastisch (siehe Link zur Studie unten).
Da sowohl Zigaretten als auch Snus Nikotin enthalten und Snus viel länger im Mund behalten wird als Zigaretten, könnte man leicht glauben, dass Snus das Mundkrebsrisiko im Vergleich zu Zigaretten erhöhen würde. Ein Grund, warum dies nicht der Fall ist, besteht darin, dass Nikotin zwar süchtig macht, aber nicht krebserregend ist, so dass die Verwendung von Nikotinkaugummi beispielsweise das Krebsrisiko nicht erhöht. Tabak kann krebserregende Schwermetalle und Nitrosamine enthalten, aber vor allem, wenn er angezündet und als Rauchgas eingeatmet wird, wie es beim Rauchen der Fall ist, trägt er stark zu einem erhöhten Mundkrebsrisiko bei.
Snus erhöht also nicht das Mundkrebsrisiko, hat aber einen Einfluss auf Mundgesundheit mit einem signifikant erhöhten Risiko, u. a. Schnupfenläsionen und Gingivitis. Diese Erkrankungen sind jedoch keine Vorstufen von Mundkrebs oder anderen Krebsarten, sondern betreffen nur das Zahnfleisch.
Eine große Studie des Karolinska Institutet über Snus und Mundkrebs finden Sie hier
*Rauchen erhöht das Risiko von Mundkrebs dramatisch Studie
Bengt spricht über Snus und Mundkrebs.
Bengt spricht über Nikotin und Krebs.


