Schnupftabakläsionen sind gutartige Veränderungen der Mundschleimhaut, die durch den Gebrauch von Schnupftabak, aber auch von tabakfreiem Schnupftabak, weißem Schnupftabak oder Nikotinbeuteln verursacht werden können. Schnupftabakläsionen sind gekennzeichnet durch Falten und Runzeln auf der Schleimhaut, in die der Schnupftabak eingelegt wurde, sowie durch eine weißliche Verfärbung, die fleckig oder scheckig sein kann. Schnupfenläsionen sind reversibel, d. h. sie verschwinden, wenn man mit dem Schnupfen aufhört, aber sie können kosmetisch störend sein und Unbehagen verursachen. Einige schwedische Zahnärzte schreiben Schnupf-Läsionen als “Schnupf-Läsionen”.
Die Axell-Skala
Um den Schweregrad von Schnupftabakläsionen zu beurteilen, hat Professor Tony Axell, ein schwedischer Fachzahnarzt und Forscher, eine vierstufige Skala entwickelt, die so genannte Axell-Skala. Die Skala basiert auf klinischen und histologischen Kriterien und unterteilt Schnupftabakläsionen in die folgenden Kategorien:
- Note 1: Leichte Veränderung. Die Schleimhaut ist glatt und weißlich, ohne Falten oder Runzeln. Histologisch ist eine Verdickung der äußersten Schicht der Schleimhaut (Keratinisierung) zu erkennen.
- Note 2: Mäßige Veränderung. Die Schleimhaut ist weißlich und weist Falten oder Runzeln auf, aber keine roten Merkmale oder Unregelmäßigkeiten. Histologisch zeigt sich eine weitere Verdickung der Keratinschicht sowie eine Verdickung der darunter liegenden Bindegewebsschicht (Fibrose).
- Note 3: Schwere Veränderung. Die Schleimhaut ist weißlich gefärbt und weist deutliche Falten oder Runzeln sowie Rötungen oder Beulen auf. Histologisch zeigt sich eine starke Verdickung der Keratin- und Bindegewebsschichten sowie eine Entzündung der Schleimhaut (Granulom).
- Note 4: Schwere Veränderung. Die Schleimhaut hat eine weißliche Farbe mit tiefen Falten oder Runzeln und roten Flecken oder Beulen, die bluten oder geschwürig sein können. Histologisch zeigt sich eine extreme Verdickung der Keratin- und Bindegewebsschichten sowie eine schwere Entzündung der Schleimhaut mit Anzeichen für zelluläre Veränderungen (Dysplasie).

Die Axell-Skala ist ein nützliches Instrument zur Überwachung von Schnupftabakkonsumenten und zur Bewertung des Risikos, dass sich Schnupfenspuren zu Krebs oder Krebsvorstufen entwickeln. Es gibt jedoch keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der Schnupfenläsionen und dem Krebsrisiko, und andere Faktoren wie Genetik, Immunsystem und Lebensstil können ebenfalls eine Rolle spielen. Das Ausmaß der durch Schnupftabakläsionen verursachten Schäden hängt hauptsächlich davon ab, wie viel Sie schnupfen, wie lange Sie schnupfen, wann Sie schnupfen und wie viele Jahre Sie insgesamt geschnupft haben.
Verhinderung oder Verringerung des Auftretens von Schnupfenläsionen
Um Schnupftabakläsionen vorzubeugen oder zu reduzieren, ist es am besten, ganz mit dem Schnupfen aufzuhören oder zumindest den Konsum zu reduzieren und zu variieren, wo man ihn aufbewahrt.
Wie häufig sind Schnupftabakläsionen bei Snuskonsumenten?
In einer klinischen Zahnstudie, die von Universität Göteborg 2022 wurden bei 70-90% der teilnehmenden Snuskonsumenten Snusläsionen unterschiedlichen Grades festgestellt, und 54-57% hatten Retraktionen des Zahnfleisches, d. h. Zahnfleischrückgang.
In einem Norwegische Studie der norwegischen Snuskonsumenten im Jahr 2023 hatten 79% der Teilnehmer Snusläsionen.
In einem Umfrage durchgeführt von Sting Free AB mit über 1000 Snus konsumierenden Männern und Frauen in Schweden im Jahr 2022 antworteten 59% der Teilnehmer, dass sie Snus-Läsionen hatten. 51% antworteten, dass sie Zahnfleischrückgang (Gingivaretraktion) hatten.
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